Klinik für Anästhesiologie

Die Klinik für Anästhesiologie wird von Prof. Dr. K. Meissner geleitet und versorgt in enger Kooperation mit den anderen Kliniken des Herzzentrums, besonders der Klinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie, die Patient*innen des Herzzentrums.

Die Klinik für Anästhesiologie versorgt neben der modernen Anästhesiologie auch die Intensivmedizin, die Notfallmedizin und die Schmerzmedizin an der UMG.

Die Versorgung der Patient*innen des Herzzentrums umfasst das gesamte Spektrum der klinischen Anästhesie. In bis zu fünf Operationssälen erfolgen täglich perioperativ bzw. periinterventionell die anästhesiologischen Leistungen in der Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie. Dazu kommen die Einsätze im Kinderherzkatheterlabor und im Erwachsenenherzkatheterlabor. Alle Altersgruppen, vom Neugeborenen bis zu hochbetagten Menschen, werden als kardiochirurgische, kinderkardiologische und kardiologische Patient*innen umfassend versorgt. Die Standardisierung der anästhesiologischen Maßnahmen bewirkt ein hohes Maß an Sicherheit für unsere Patient*innen auch bei komplizierten Eingriffen. Der regelhafte Einsatz der transösophagealen Echokardiografie durch zertifizierte Untersucher, der Einsatz von Point-of-Care-Gerinnungsanalytik (ROTEM® und Multiplate®) sowie von Neuromonitoring (NIRS®, SEP, BIS®) ermöglichen eine risikoadaptierte Versorgung auch komplexer Krankheitsbilder auf qualitativ höchstem Niveau.

Intensivstation 0119

Auf der Intensivstation 0119 werden Patient*innen aller operativen Fachdisziplinen (schwerpunktmäßig aus den Gebieten Neurochirurgie, Unfallchirurgie, einschließlich polytraumatisierter Patient*innen sowie Orthopädie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Gynäkologie, Urologie und Viszeralchirurgie) versorgt. Auch Patient*innen mit akutem Lungenversagen (ARDS), Sepsis, schwerer Sepsis und septischem Schock werden hier behandelt. Darüber wird bei Bedarf zusätzliche Kapazität für die intensivmedizinische Betreuung von Patient*innen der Klinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (Direktor: Prof. Dr. Ingo Kutschka) zur Verfügung gestellt. Dies betrifft insbesondere zu behandelnde Personen mit Lungen- und Gefäßerkrankungen, aber auch kardiochirurgische Patienten. Regelmäßig werden außerdem Patient*innen mit neurologischen oder internistischen Erkrankungen, Intoxikationen und septischem Multiorganversagen therapiert.

Behandlung

Die Behandlung der Patient*innen erfolgt rund um die Uhr in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit mit den chirurgischen Fachdisziplinen und im Austausch mit Spezialist*innen der nicht operativen Kliniken der Universitätsmedizin Göttingen (z. B. Radiologie, Mikrobiologie, Innnere Medizin, Neurologie und Psychiatrie). Die Behandlung basiert auf internationalen Standards und Therapieempfehlungen, die in Behandlungspfaden (SOP = „Standard Operating Procedures“) implementiert sind und regelmäßig aktualisiert werden. Neben der medikamentösen Therapie besteht besondere Kompetenz in der Anwendung von maschinellen Organersatz- und Unterstützungsverfahren. So kommen beim akuten Lungenversagen Verfahren zur extrakorporalen CO2-Elimination und die venovenöse ECMO zum Einsatz. Bei akutem Nierenversagen setzen wir alle Formen moderner Nierenersatzverfahren ein. An allen Bettenplätzen kann hämodynamisches Monitoring mit modernen Messverfahren (Pulmonaliskatheter, PiCCO) erfolgen. Außerdem werden echokardiografische Untersuchungen (TEE/TTE) durchgeführt. Die Intensivstation verfügt über eine moderne bettseitige Gerinnungsanalytik (ROTEM®, Hepcon® und Multiplate®), die ein rasches und zielgerichtetes Gerinnungsmanagement ermöglicht.

Direktor

Prof. Dr. Konrad Meissner

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