Promotionspreis für beste Doktorarbeit

Dr. Ahmed Wagdi, Assistenzarzt in Weiterbildung in der Klinik für Kardiologie und Pneumologie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), ist mit dem Promotionspreis für die beste Doktorarbeit des Wintersemesters 2025/26 ausgezeichnet worden.

Dr. Ahmed Wagdi, Assistenzarzt in Weiterbildung in der Klinik für Kardiologie und Pneumologie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), ist mit dem Promotionspreis für die beste Doktorarbeit des Wintersemesters 2025/26 ausgezeichnet worden. Die Ehrung erfolgte im Rahmen der Abschlussfeier der Medizinischen Fakultät für die 181 Absolvent*innen der Humanmedizin des Sommersemesters 2026 am 4. Juli 2026 in der Aula am Wilhelmsplatz.

Den Promotionspreis erhielt Dr. Wagdi für seine Dissertation „Characterization of a new transgenic mouse expressing the Gq specific optogenic actuator Neuropsin“, die am Institut für Herz- und Kreislaufphysiologie der UMG entstand. Die Auszeichnung überreichte Prof. Dr. Ralf Dressel in seiner Funktion als Promotor. In seiner Laudatio würdigte er die herausragende wissenschaftliche Qualität der Arbeit.

Die Dissertation zeichnet sich durch einen außergewöhnlich hohen wissenschaftlichen Ertrag aus: Aus einem einzigen Forschungsprojekt gingen neben einer Erstautorenschaft in Nature Communications vier weitere Koautorenschaften in referierten Fachzeitschriften hervor – ein für eine Promotion bemerkenswertes Ergebnis.

Dr. Wagdi kam aus den USA nach Deutschland, um den Masterstudiengang Cardiovascular Science an der UMG zu absolvieren. Anschließend begann er seine Doktorarbeit und legte damit den Grundstein für seine wissenschaftliche Laufbahn in der kardiovaskulären Grundlagenforschung. Heute arbeitet er als Assistenzarzt in Weiterbildung in der Klinik für Kardiologie und Pneumologie. Aufbauend auf den Ergebnissen seiner Promotion konnte er zwei aufeinanderfolgende Clinician-Scientist-Förderungen einwerben, die ihm zwischen 2025 und 2028 insgesamt zweieinhalb Jahre geschützte Forschungszeit ermöglichen.

Forschung zu Herzrhythmusstörungen

Im Rahmen seines aktuellen Forschungsprojekts untersucht Dr. Wagdi die Rolle Gq-Protein-gekoppelter Rezeptoren im Erregungsleitungssystem des Herzens, insbesondere im AV-Knoten. Da die Ursachen eines atrioventrikulären Blocks – der zweithäufigsten Indikation für die Implantation eines Herzschrittmachers – bislang nur unzureichend verstanden sind, kombiniert er pharmakologische und optogenetische Methoden mit hochauflösender Bildgebung, um die zugrunde liegenden Signalwege sichtbar zu machen.

Ergänzend setzt sein Team die Light-Sheet-Mikroskopie ein, um die räumliche Verteilung verschiedener Connexine sowie der autonomen Innervation innerhalb der AV-Knoten-Subregionen detailliert zu analysieren. Langfristiges Ziel ist die Erstellung eines funktionellen und strukturellen Atlas des AV-Knotens, der neue Erkenntnisse über Erregungsleitungsstörungen liefern und Perspektiven für zukünftige Therapieansätze eröffnen könnte.

Follow us