Kardiorenale Medizin und Kongestion

Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen zwischen Herz und Nieren. Dabei wird sowohl im klinischen Alltag (gemeinsame interdisziplinäre Herzinsuffizienz-Visite und kardiorenale Sprechstunde), als auch bei der wissenschaftlichen Arbeit eine enge Kooperation der beiden beteiligten Kliniken gepflegt.

1.) Marker und Prädiktoren einer Nierenfunktionsverschlechterung bei Patienten mit dekompensierter Herzinsuffizienz

Bei Patienten mit HF-rEF, bei denen eine Dekompensation aufgetreten ist, wird häufig zusätzlich eine Verschlechterung der Nierenfunktion – oft mit dem Terminus „kardiorenales Syndrom“ versehen – beobachtet. Dieses geht mit einem erhöhten Mortalitätsrisiko einher. Aktuelle Studien zeigen, dass die venöse Kongestion hierbei eine größere Rolle spielen könnte als vormals angenommen. Im Teilprojekt soll untersucht werden, bei welchen Patienten im Verlauf der Rekompensation eine Verschlechterung oder eine Verbesserung der Nierenfunktion auftritt und inwieweit sich der Verlauf vorhersagen und ggf. beeinflussen lässt.

2.) Sonographische, laborchemische und klinische Marker der Kongestion

Der Verlauf der chronischen HF-rEF ist relativ variabel. So gibt es einerseits Patienten, die trotz einer mittel- bis hochgradig reduzierten Pumpfunktion über lange Zeit oligosymptomatisch (NYHA I-II) und klinisch stabil sind, während es bei anderen Patienten mit HF-rEF zu schweren Symptomen (NYHA III-IV) und wiederholten Dekompensationen (ADHF) kommt. Unterschiede zwischen diesen beiden Kollektiven sollen heraus gearbeitet werden und Prädiktoren einer drohenden Dekompensation ermittelt werden.

3.) Studie zur Adhärenz der Medikamenteneinnahme bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz

In der vorliegenden Studie soll die Häufigkeit von Arzneimittelinteraktionen und Non-Adhärenz der Therapie als Ursache einer akut dekompensierten, chronischen Herzinsuffizienz prospektiv bei Patienten mit eben dieser Aufnahmediagnose  erfasst werden. Zusätzlich soll ein Vergleichskollektiv von Patienten mit stabiler chronischer Herzinsuffizienz in ambulanter Kontrolle erfasst werden.

4.) Beteiligung an der multizentrischen Registerstudie zur Barorezeptoraktivierungstherapie (BAT) bei Herzinsuffizienz und bei therapieresistenter arterieller Hypertonie

Die Registerstudie beinhaltet 3 Subgruppen von Patienten: 1. Patienten mit Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF), 2. Patienten mit therapieresistenter arterieller Hypertonie, bei denen zusätzlich eine Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF) nachgewiesen werden konnte sowie 3. Patienten mit therapieresistenter arterieller Hypertonie. Die Ziele dieser drei multizentrischen Registerstudie bestehen darin, Effekte der BAT auf klinische und laborchemische Parameter der Herz- und Niereninsuffizienz nach 6 Monaten in den oben gennannten Kollektiven zu untersuchen. Insbesondere werden folgenden Parameter erhoben:  Echokardiographische Parameter, NYHA Klasse, NT-pro-BNP, eGFR, Troponin T, Hospitalisationen.

Leiter der Arbeitsgruppe

Die Arbeitsgruppe wird kollegial von Oberärzten der Kardiologie und der Nephrologie geleitet. Diese werden hier in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt:

Dr. Kristian Hellenkamp
Oberarzt der Klinik für Kardiologie und Pneumologie

Prof. Dr. Michael Koziolek
Leitender Oberarzt der Klinik für Nephrologie und Rheumatologie

Prof. Dr. Marco Schroeter
Oberarzt der Klinik für Kardiologie und Pneumologie

PD Dr. Manuel Wallbach
Oberarzt der Klinik für Nephrologie und Rheumatologie

Weitere Beteiligte der Arbeitsgruppe

In alphabetischer Reihenfolge:

Ashraf Alkabariti
Assistenzarzt der Klinik für Nephrologie und Rheumatologie

Dr. Marlene Pluess
Assistenzärztin der Klinik für Nephrologie und Rheumatologie

Dr. Dr. Miroslava Valentova
Assistenzärztin der Klinik für Kardiologie und Pneumologie

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