Exzellenzcluster „Multiscale Bioimaging: von molekularen Maschinen zu Netzwerken erregbarer Zellen“

Den Zusammenhang von Herz- und Hirnerkrankungen verstehen, Grundlagen- und klinische Forschung miteinander vernetzen und damit neue Therapie- und Diagnostikansätze mit gesellschaftlicher Tragweite entwickeln – das sind die Ziele des Herz- und Hirn-Forschungsschwerpunktes in Göttingen. Das Göttinger Exzellenzcluster „Multiscale Bioimaging: von molekularen Maschinen zu Netzwerken erregbarer Zellen“ trägt wesentlich dazu bei.

In der zunehmend alternden Gesellschaft sind kardiologische und neurologische Erkrankungen weitverbreitet und gehören weltweit zu den häufigsten Ursachen für eine Behinderung oder den Tod. Damit stellen sie die Gesellschaft und insbesondere die medizinische Forschung und Versorgung vor enorme Herausforderungen. In vielen Fällen besteht ein enger Zusammenhang zwischen Herz-Kreislauf- sowie neurologischen Erkrankungen – erwiesen wurde beispielsweise die Beziehung zwischen Herzinfarkt, Schlaganfall und damit verbundenen Ausfällen im Herzen und im Gehirn. Auch dass ein erhöhtes Demenzrisiko bei kardiovaskulären Erkrankungen besteht, ist bereits belegt. Die Gründe hierfür sind bislang weitgehend unverstanden – und die Lösung ist in klinischer und gesellschaftlicher Hinsicht umso
bedeutender.

Zur Entstehung des Clusters im Rahmen der Exzellenzstrategie

Den Weg zu einem besseren Verständnis der Zusammenhänge möchten Forscherinnen und Forscher des „Göttingen Campus“ nun mit ihrem Exzellenzcluster „Multiscale Bioimaging: von molekularen Maschinen zu Netzwerken erregbarer Zellen“ (kurz: MBExC) ebnen. Das Cluster entstand im Rahmen des Wettbewerbs um Fördergelder aus der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern und konnte sich in der Vorauswahl bereits gegen insgesamt 195 eingereichte Anträge behaupten. Im Februar dieses Jahres wurde der Vollantrag eingereicht, die endgültige Entscheidung über die Förderung ist Ende September gefallen: Das Göttinger Cluster wird in den nächsten Jahren mit bis zu 56 Millionen Euro sieben Jahre lang gefördert. Die Förderung soll wissenschaftlich herausragende Leistungen zu einem innovativen und gesellschaftlich relevanten Thema ermöglichen sowie zu einer noch stärkeren Vernetzung und Kooperation im Wissenschaftssystem anregen.

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