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Unter neuer Leitung: Abteilung für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin hat neuen Direktor

Prof. Dr. Ulrich Krause ist seit dem 1. Dezember 2025 Universitätsprofessor für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin an der Medizinischen Fakultät und neuer Direktor der Abteilung für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Göttingen (UMG).

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Prof. Dr. Ulrich Krause, Direktor der Abteilung Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin der Klinik für Kinder-und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Foto: umg/florian rusteberg

Prof. Dr. Ulrich Johannes Krause ist seit dem 1. Dezember 2025 Direktor der Abteilung für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Zugleich wurde ihm die W3-Professur für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin übertragen. Mit der Berufung übernimmt Prof. Krause die Leitung einer zentralen Einrichtung der UMG, die Kinder, Jugendliche sowie Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern auf höchstem medizinischem Niveau versorgt. Die Abteilung ist integraler Bestandteil des Herzzentrums der UMG und arbeitet fachübergreifend mit weiteren klinischen und wissenschaftlichen Kliniken und Instituten der UMG sowie mit externen Partner*innen zusammen.

Prof. Krause folgt auf Prof. Dr. Thomas Paul, der Ende Oktober 2024 nach mehr als 22 Dienstjahren an der UMG in den Ruhestand gegangen ist.

„Die Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin an der UMG steht für eine enge Verbindung von hochspezialisierter Patient*innenversorgung, moderner Medizintechnik und translationaler Forschung. Dieses Profil möchte ich gemeinsam mit dem interdisziplinären Team durch den gezielten Ausbau innovativer Therapieverfahren, die Weiterentwicklung der klinischen Forschung und eine enge Verzahnung von Klinik und Wissenschaft weiter stärken“, sagt Prof. Krause.

Klinische Schwerpunkte
Die klinischen Schwerpunkte von Prof. Krause liegen in der Behandlung von Herzrhythmusstörungen bei Kindern und Jugendlichen. Dazu gehört das schonende Katheterverfahren, bei denen ein dünner, flexibler Schlauch, der Katheter, durch ein Blutgefäß in der Leistengegend zum Herzen vorgeschoben wird, um beispielsweise krankhaftes Gewebe zu veröden und dadurch Herzrhythmusstörungen gezielt zu behandeln. Moderne Verödungstechniken, auch Ablationen genannt, sowie das Einsetzen von Herzschrittmachern und Defibrillatoren stehen ebenfalls im Fokus seiner Arbeit.

Ein zentraler Schwerpunkt ist die altersübergreifende Versorgung von Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern, kurz EMAH. Prof. Krause verfügt über langjährige Erfahrung in der Betreuung dieser Patient*innengruppe und engagiert sich für eine strukturierte, lebenslange kardiologische Versorgung vom Kindes- bis ins Erwachsenenalter.

„Weitere Schwerpunkte der Abteilung liegen in der intensivmedizinischen Betreuung von Kindern mit schweren Herz- und anderen komplexen Erkrankungen. Moderne bildgebende und interventionelle Verfahren, das sind medizinische Techniken ohne größeren operativen Eingriff, die mit bildgebenden Verfahren wie beispielsweise Ultraschall durchgeführt werden, ermöglichen dabei eine individuell angepasste Therapieplanung.“

Wissenschaftliche Schwerpunkte
Neben seiner klinischen Tätigkeit ist Prof. Krause national und international wissenschaftlich ausgewiesen. Seine Forschung konzentriert sich auf die Behandlung von Herzrhythmusstörungen bei Kindern, Jugendlichen und EMAH-Patient*innen – mit besonderem Fokus auf der Weiterentwicklung schonender Katheterverfahren sowie der Sicherheit und Wirksamkeit moderner Ablationstechniken.

Prof. Krause initiiert und leitet internationale Studien und Registerprojekte, in denen Erfahrungen zur Katheterablation bei Kindern und EMAH-Patient*innen gebündelt ausgewertet werden. Darüber hinaus forscht er experimentell zu den elektrischen Eigenschaften des wachsenden Herzmuskels sowie zu neuen, innovativen Implantatsystemen.

Prof. Krause ist als Gutachter und Herausgeber in mehreren renommierten internationalen Fachzeitschriften tätig und engagiert sich aktiv in der akademischen Lehre sowie in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Zur Person
Prof. Dr. Ulrich Johannes Krause, 1974 in Frankfurt am Main geboren, studierte von 1995 bis 2001 Humanmedizin an der Justus-Liebig-Universität Gießen und promovierte 2001 zum Thema „Capsaicinrezeptoren und die Wirkung von Crobenetin auf Tetrodotoxin-resistente Natriumkanäle in einer Dünnschnittpräparation primär sensorischer Neurone junger Ratten“. 

Von 2003 bis 2008 arbeitete er als Assistenzarzt an der UMG in der Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin. Nach der Facharztanerkennung für Kinder- und Jugendmedizin im April 2008 und der Schwerpunktanerkennung Kinderkardiologie absolvierte er zusätzliche Qualifikationen in der speziellen pädiatrischen Intensivmedizin sowie in der Versorgung von Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern (EMAH).

Seit 2008 war Prof. Krause zunächst als Funktionsoberarzt, seit 2012 als Oberarzt in der Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Paul tätig. 2017 habilitierte er zum Thema „Therapie von Herzrhythmusstörungen bei Kindern und Jugendlichen sowie Erwachsenen mit einem angeborenen Herzfehler – konservative und katheterinterventionelle Verfahren, Implantattherapie“.

Im Dezember 2021 übernahm er die Funktion des geschäftsführenden Oberarztes mit Verantwortung für Personal- und Budgetplanung sowie die Leitung des Bereichs Elektrophysiologie. Seit dem 1. Dezember 2025 hat er die Universitätsprofessur für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin inne und ist neuer Direktor der Abteilung für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der UMG.

Mitgliedschaften
Prof. Krause ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie und Angeborene Herzfehler, der Heart Rhythm Society, der Association for European Paediatric and Congenital Cardiology sowie Mitglied des IQTIG-Expertengremiums im Qualitätssicherungsverfahren „Versorgung mit Herzschrittmachern und implantierbaren Defibrillatoren (QS HSMDEF)“.

Ansprechpartner Fachbereich: 
Prof. Dr. Ulrich Krause, Abteilung Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin der Klinik für Kinder-und Jugendmedizin, Telefon 0551 / 39-62580,  paed3.chefsek(at)med.uni-goettingen.de

Pressekontakt:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Leitung Unternehmenskommunikation
Lena Bösch
Von-Siebold-Str. 3, 37075 Göttingen
Telefon 0551 / 39-61020
Fax 0551 / 39-61023
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